Dieses Spiel war schon etwas besonderes: Mit markant anderer Mannschaft als noch in der Rückrunde bestritt Dynamo das letzte Spiel der Hinserie. Es ist wirklich zweifelhaft, ob Dynamo zum eigentlichem Zeitpunkt des Spieltages gegen Hansa gewonnen hätte. Aber das ist im wahrsten Sinne des Wortes Schnee von gestern.
Vor 66.000 Zuschauern, davon ca. 20.000 Dynamofans waren, errangen unsere Jungs mit einem glänzenden Marco Vorbeck den ersten Auswärtssieg (übrigens auch der erste Sieg einer Gastmannschaft in der neuen Münchner Arena).Wir waren mit dem ICE angereist und waren nach dem Abpfiff total kaputt (ich jedenfalls) - aber auch genau so glücklich.
Wer hätte am Anfang der Saison gedacht, dass dieses Spiel ein ganz wichtiges für Dynamo werden sollte. Drei Punkte sollten aus den zwei Spielen gegen den KSC und die SpVgg geholt werden. Anderenfalls wäre Christoph Franke seinen Trainerjob los. Nach der 2:1 Niederlage in Karlsruhe ging es nun also im Heimspiel gegen Unterhaching um den Trainerposten. Mit Unterhaching kam nun ein Gegner ins Rudolf Harbig Stadion, der ebenfalls auf einem Abstiegsplatz stand und der auswärts bisher nur einen Punkt holen konnte. Drei Punkte sollten also absolut machbar sein.
Obwohl ein Freitagsspiel, wollte ich unbedingt bei dieser Begegnung dabei sein. So nahm ich mir einen halben Tag frei und fand mit Husumer jemanden, der mich mit nach Aachen nahm.
Erstaunlich schnell kamen wir in der Kaiserstadt an und fuhren zu nächst, da wir noch viel Zeit hatten am Tivoli Richtung Innenstand vorbei, um in selbiger etwas Essbares zu finden.
Dynamo musste in Offenbach punkten, um den Anschluß ans rettenden Ufer zu halten. Die anderen Mitabstiegskonkurrenten hatten ebenfalls Nachholspiele und sowohl Offenbach als auch Dynamo waren auf ein wenig Schützenhilfe von Aachen angewiesen, wenn man im Fallle einer Niederlage nicht schon vorzeitig die Segel im Abstiegskampf streichen muß.