Los ging es mal wieder am Berliner Tor, wo eine kleine Truppe die Zeit ausser Acht liess, in weiser Vorraussicht habe ich aber schon den Treffpunkt etwas früher gewählt....
So warteten wir dann also auf den Bus, welcher dann auch ziemlich pünktlich eintraf. Und los ging es. Schon nach etwa 15 Minuten ging es los, die Toilette wäre schon sehr voll und überhaupt... Sehr anstrengend. An der Raststätte Grundbergsee musste dann erst einmal eine Pause eingelegt werden, die Lenk und Ruhrzeiten forderten ihren Tribut. Als dann auch noch die Meldung kam, dass die Autobahn bei Bramsche voll gesperrt ist, kam doch langsam Panik auf. Ok, erst einmal das beste draus machen, etliche Frikadellenbrötchen wanderten aus dem dunklen inneren des Busses in das dunkle innere einiger Herren, Damen und auch Kinder. Dazu wurde der Alkoholvorrat etwas abgebaut, nur pinkeln war erst zum Ende der Pause angesagt, nicht das man nach 10 Minuten im Bus wieder musste - die Toilette war schliesslich schon fast voll. So ging es dann auch zügig weiter nach Oldenburg wo schon die Alte Garde der Nordfront Dynamos auf uns wartete. Kurze Pinkelpause - denn die Toilette wäre ja schon fast voll -, die Jungs einsammeln und noch nicht einmal Bier nachfassen war möglich. Die armen Jungs mussten dürsten aber brüderlich wie es unter uns Dynamo Fans zugeht, teilten wir unsere letzten Bierreserven.
Kurz darauf klingelte mein Handy und die Polizei in Osnabrück meldete sich, wo wir gerade wären und das man uns eine Eskorte zur Verfügung stellen würde, bis zum Stadion. Das sollte sich später als der goldene Griff herrausstellen, mit unserem ortskundigen Begleiter gelangten wir durch die Osnabrücke Berge (waren schon fast richtige Serpentinen) zum Stadion und wir konnten es kaum glauben, wir hatten sogar noch Zeit. Noch ein Pläuschen mit unserem Polizisten, der sich als sehr netter Kerl und VFL Fan entpuppte und entlassen wurden wir mit dem Spruch: Viel Spass aber die drei Punkte lasst ihr hier. Mein Gedanke nach den Worten: Ja leider.
Wir zogen also nun zur Bremer Brücke, ein nettes Teil, mitten im Wohngebiet. Der Block für die Dynamofans war sehr, sehr gut gefüllt, einige bekamen schon fast wieder Panik, wir jedoch drängelten uns nach unten durch (wobei mein Sohn da Gold wert war - passt auf hier kommt ein Kind - und so gelangten wir auf die andere Seite des Blocks, wo es eigentlich ganz erträglich war. Nebenan wurde nun auch noch ein kleiner Block geöffnet doch nö, wir standen ja nun sehr gut.
Das Spiel begann, Dynamo hielt gut mit und liess eigentlich in der 1.HZ nur 2 Chanchen zu, leider war eine davon die Führung. Das es nun sehr schwer würde beim Spitzenreiter die Punkte zu entführen war im Stadion jedem klar, war doch der VFL souveräner Tabellenführer, während wir ziemlich weit unten rumkrebsten. Das machten sich scheinbar auch die Spieler vom VFL klar nur die von Dynamo sagten sich, na dann legen wir mal los. Und wie. Osnabrück wusste gar nicht wie ihnen geschieht. Dynamo startete einen wahren Sturmlauf und hatte einige richtig gute Möglichkeiten das 1:1 zu erzielen. Was dann aber bis zur 82. Minute dauerte. Die Stimmung im Block war prächtig, dies übertrug sich dann auch auf die Mannschaft, die sogar noch die Möglichkeiten hatte das Spiel zu gewinnen.
Vor dem Stadion war dann allgemeines sammeln angesagt und gemeinsam zogen wir wieder in Richtung Bus. Dort wurden der Getränkespeicher aufgefüllt, mit unserem Geleitschutz, der auch wieder erschienen war, das Spiel analysiert und bevor wir los fuhren gingen alle noch mal für kleine Dynamofans - die Toilette war schliesslich schon fast voll -. Und nicht nur das, sie wäre auf der Hinfahrt auch verschmutzt gewesen, obwohl wirklich alle drauf geachtet haben das sie sauber blieb. Wir schlossen sie nun endgültig ab um da keine Angriffsfläche mehr zu bieten. So etwas haben wir alle noch nicht erlebt..... Naja weiter ging die Fahrt wieder über Oldenburg wo unsere Freunde der Nordfront uns wieder verließen. Vorher verabredeten wir uns aber noch für Kiel und auch eine gemeinsame Busreise nach Dresden wäre mal eine Option.
Kurz hinter Bremen wurde dann die letzte Rast verlebt, die fast letzten Frikadellen gingen über den Tresen. In Hamburg angekommen genemigten wir uns dann eine letzte Runde Bier, verabschiedeten den Bus auf nimmerwiedersehn und beendeten eine wieder mal geniale Tour.